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Meine Crowdfunding Lieblinge

 

Es gibt eine Menge negative Dinge am Internet, über die ich mich nicht selten ärgere. Heute aber setzten wir den Fokus auf  etwas positives, wenn nicht Weltveränderndes.

 

Crowdfunding – Die durch das Internet gebündelte Kraft der Masse, die Ideen wahr werden lässt. Die neue Art und Weise Projekte  umzusetzen hat einiges verändert. Erfindungen können realisiert werden, Bücher geschrieben, Filme gedreht und Musik vertont. Und all das, durch Menschen, die hinter einer Idee, einem Song oder Projekt stehen. Es ist eines der Beispiele dafür, wie das Internet unser Leben im positiven beeinflusst. Ich persönlich liebe es mir neue Ideen und Projekte anzusehen. Daher ist es an der Zeit, meine Lieblinge hier einmal zu teilen.

1 Der Supermarkt ohne Verpackung – Original unverpackt

Das Projekt wurde bereits 2014 finanziert, ist aber nach wie vor mein Favorit. Es ist ein Projekt das darauf hinweist, wie verantwortungslos der Mensch mit den Ressourcen der Erde umgeht. Zugleich zeigt es eine Alternative auf.

 

“Wir glauben, dass Einkaufen nach jetztigem Modell nicht zukunftsfähig ist.”  OriginalUnverpackt

„Laut dem deutschen Umweltbundesamt sind es bis zu 140 Millionen Tonnen Abfall, die in den Meeren liegen, schwimmen oder an die Strände treiben.“WeltOnline

 

Ein Supermarkt, der auf Einwegverpackungen verzichtet und somit verhindert, dass Müll der kein Müll sein muss überhaupt erst entsteht. Das Projekt zeigt einen möglichen Weg zu mehr Nachhaltigkeit auf. Realistisch gesehen ist es jedoch nur ein kleiner Schritt. Dahinter steckt leider nicht nur die Umstellung der Art und Weise wie die Konsumenten an Ihre Lebensmittel kommen. Es ist eine Verpackungsindustrie und somit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor:

 

“Die Anzahl der Beschäftigten in der Verpackungsindustrie in Deutschland lag 2012 bei 111.500 Personen. Die Branche erzielte einen Umsatz mit Verpackungsmaterialien von über 24 Millionen Euro, davon rund 16,5 Millionen Euro im Inland.” Statista

 

Dinge die man bei einer Vision über eine Verpackungsfreie Lebensmittelindustrie bedenken muss. Nichtsdestotrotz geht die Idee von Original Unverpackt in die richtige Richtung. Der Laden sieht zudem super schön aus:

Der erste verpackungsfreie Supermarkt in Deutschland.

Der erste verpackungsfreie Supermarkt in Deutschland.

Zudem gibt es bereits ein ähnliches Projekt, das noch immer Unterstützung gebrauchen kann: Liebe & Lose  auf StartNext.

 

 

2 Die Revolution des 3D Drucks – Makerbot & Co.

Bei 3D Druck kann man nur schwer ein einziges Projekt hervorheben. Besonders, weil es 3D Drucker schon lange gibt. In großen Firmen, die damit verschiedenste Gegenstände herstellen. Der Unterschied, den das Crowdfunding jedoch im Bereich der 3D Drucker bewirkt hat liegt in der Zugänglichkeit dieser. Die Technologie wird zunehmend Verbraucherfreundlicher & die Geräte sind im Bereich des finanzierbaren. Die Tatsache, dass die Technologie offen einsehbar/”Open Source (Quelloffen)  ist ermöglicht eine rasante Weiterentwicklung. 3D Drucker können also lange nicht mehr nur von großen Firmen zur Herstellung von Objekten verwendet werden. Inzwischen sind sie quasi jedem, der bereit ist etwas Geld zu investieren zugänglich. Und das soll Weltverändernd sein? Klare Antwort: Ja!

  • Entwicklern/Erfindern ist es möglich, sich Dinge auszudrucken um verschiedenes zu testen. Ideen direkt auszuprobieren. Dies beschleunigt Produktionsprozesse.
  • Durch einfaches Herunterladen von 3D Entwürfen aus dem Internet lassen sich diese zu Hause ausdrucken. Es verändert das Kaufen von Gegenständen grundlegend. Smartphone Hüllen, Schuhe, Prothesen, Figuren, Bausteine. Sind nur wenige Beispiele für die Möglichkeiten. Der Kreativität des Menschen sind kaum Grenzen gesetzt. Onlineshops mit Objekten sind entstanden. Beispiel: Thingiverse
  • Die Nasa tüftelt an der Idee, Essen in 3D zu Drucken, um sogenanntes “SpaceFood” besser zugänglich zu machen.
  • Zunehmend kommen neue Druckbare Materialien auf den Markt. Darunter nicht mehr nur das Plastik, welches die Objekte in ihrer Stabilität begrenzt haben. Inzwischen kann man bereits Carbon, Metall, Gold, Keramik & vieles mehr Drucken. (Shapeways). Zudem können manche Drucker mehrere Materialien zugleich in die Schichten des Drucks einarbeiten.

Diese vier Punkte sind nur wenige Beispiele für die Möglichkeiten die uns die Zugänglichkeit zu 3D Druckern ermöglicht. Hier ein paar Bilder von Thingiverse die das Prinzip verdeutlichen:

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Netflix hat einen Dokumentarfilm zum Thema 3D-Printing verwirklicht. Dieser behandelt das Thema sehr ausführlich. Sehr empfehlenswert: Zum Film

Der Film weist zudem auch auf die vielen mit einher gehenden Probleme hin. Mit dieser fantastischen Zugänglichkeit geht auch mehr Verantwortung einher. Das beste Beispiel dafür sind online gestellte Entwürfe für den Druck von Schusswaffen. Das heißt, mit dem 3D Drucker lassen sich nicht nur hilfreiche Gegenstände drucken sondern auch in den falschen Händen gefährliche. Das geht so weit, dass neue Gesetze eingeführt werden mussten.

 

3 Willkommen auf Deutsch –  Kinostart

Gerade in einer Zeit in der politische Gemeinschaften wie Pegida so viel Zuspruch bekommen wie in dieser, ist es wichtig sich ernsthaft mit dem Thema: “Flüchtlinge in Deutschland” auseinanderzusetzen. Doch wie? Informationen bezieht man Hauptsächlich über die Medien. Am besten wäre es doch, das Ganze mit den eigenen Augen zu betrachten. Wer sind die Flüchtlinge die in unserem Land Zuflucht suchen? Was ist ihre Geschichte? Wo und wie kommen sie hier unter?

“Die Filmemacher Carsten Rau und Hauke Wendler haben ein Jahr lang Flüchtlinge, Behörden, Anwohner und freiwillge Helfer begleitet. Daraus entstand WILLKOMMEN AUF DEUTSCH – ein bewegender Dokumentarfilm über die Asyl- und Flüchtlingspolitik in unserem Land.” Startnext-Page des Projekts

Die zwei Dokumentarfilmer brauchen jetzt Unterstützung dabei, ihren Film so gut wie möglich unter die Menschen zu bringen. Da ich selbst ein Dokumentarfilm-Fan bin, finde ich dieses Projekt sehr unterstützenswert. Hier der Trailer zum Film:

 

 

Abgesehen davon gibt es unglaublich viel für jeden zu entdecken. Das von Makerbot gestartete Crowdfunding hat eine Welle von neuen Consumerfreundlichen und finanzierbaren neuen 3D Druckern ausgelöst. Die es inzwischen ermöglichen, zu Hause sämtliche Gegenstände einfach auszudrucken. Smartwatches vereinfachen inzwischen unser tägliches leben. Geräte die eine Steuerung mit Gesten ermöglichen. Elektronisch angetriebene Longboards. Sämtliche Fahrradprojekte, die für mehr Sicherheit, Nachhaltigkeit & Spaß sorgen.

Schöne Filme brauchen schöne Musik

Wie sich der anspruchsvolle Musikgeschmack, das begrenzte Budget und die Einschränkungen der GEMA miteinander vereinen lassen.

Ich bin Dauerschleifen-Soundcloud-User. Kann mich den ganzen Tag durch die Vielzahl an Tracks und deren Remixe stöbern. Sitze oft stahlend vor meinem Rechner, weil ich es nicht fassen kann, was für Emotionen so manche Musik in mir auslöst. Welche Bilder dabei in meinem Kopf  entstehen. Doch jedes Mal, wenn ich auf der Suche nach Musik für einen meiner zukünftigen Filme bin, ärgere ich mich darüber, dass ich nicht einfach in meiner “Like-Liste” in SoundCloud stöbern kann, um eine der Stimmung entsprechende Musik zu finden. Stattdessen ist es Filmemachern, wenn Sie kein Risiko eingehen möchten, nur möglich, Lizenzen für Musik zu kaufen. Mit begrenztem Budget und dem Anspruch, den man sich eben durch das viele Hören seiner Favoriten erarbeitet hat, scheint das ein riesen Hindernis zu sein. Ich bin seit ca. zwei Jahren dabei, Erfahrungen mit Musiklizensierung, -recherche und -einkauf zu machen. All das Wissen, die Plattformen und Möglichkeiten möchte ich in diesem Artikel mit Euch teilen.

Die folgende Auflistung ist nach Budget geordnet.

Video zum Artikel:

Etwas Anständiges für Lau?

Das hört sich komisch an, wenn man nicht gerade gegen das Urheberrecht verstoßen will. Für mich kommt es inzwischen nicht mehr in Frage, Musik einfach so ohne Erlaubnis, Rücksprache oder Deal mit dem Urheber in meinen Videos zu verwenden. Ich habe das in meinen Anfängen gemacht. Nahm eher unbekanntere Tracks, die im Content-ID-Filtersystem von YouTube nicht vorhanden waren. Das hat fast immer funktioniert, ohne Verwarnung oder jegliche Gefahr meinen Kanal zu verlieren. Ob es deswegen aber legitim ist, ist die andere Frage. Ich beantworte sie definitiv mit nein. Egal wie bekannt und groß ein Künstler ist – dessen Arbeit ohne Berechtigung zu verwenden, zeigt Respektlosigkeit seiner Arbeit gegenüber. – Was aber stattdessen tun?

Persönliche Kontaktaufnahme – Dies wird sicherlich nicht bei einem Adele-Song funktionieren. Aber – und da spreche ich aus eigener Erfahrung – schreckt niemals vor dem Versuch zurück, einen Künstler direkt zu kontaktieren und nach seiner Musik zu fragen. Gerade mit den heutigen Möglichkeiten, jemanden online zu kontaktieren.

Mir gefiel der Track You von Gidge. Ich habe ihn auf Souncloud entdeckt und habe ihn mir perfekt zu meinem nächsten Video vorstellen können. Nach kurzem Zögern habe ich mich dazu entschieden, Gidge aka Ludvig per Mail anzuschreiben. Statt einem Preisvorschlag schilderte ich ihm das Projekt, um welches es sich handelt, bereitete Videostills vor und zeigte ihm auf, was die Hauptmotivation und das Ziel der Sache ist. Schon drei Tage später bekam ich eine Antwort mit der Erlaubnis, den kompletten Track kostenlos zu verwenden. Und das von einem Musiker mit ca. 4000 Followern und einer Aufrufzahl von 27.000 Klicks auf besagtem Track. Fantastisch.

Das hätte ich wirklich nicht erwartet. Im Endeffekt habe ich eine schriftliche Genehmigung erhalten, ein Musikstück für meinen Film zu verwenden, welches ich normalerweise teuer hätte lizensieren müssen. Daher mein Tipp: Versucht den Künstler direkt zu kontaktieren. Schließlich sind sie – wie auch wir – Menschen, die sich für Bild und Ton begeistern. Stellt Ihr also ein Konzept vor, das sie für unterstützenswert halten, kann durchaus eine super Zusammenarbeit entstehen. Allerdings auch nicht entmutigen lassen, falls denn keine Antwort kommt. Das hatte ich auch schon einige Male.

Kostenlose Musik benutzen – Es gibt tatsächlich einige Plattformen, Websites und Personen, die ihre Musik kostenlos zu Verfügung stellen. Natürlich immer mit der Vorraussetzung, in den Credits genannt zu werden. Was wohl nicht sonderlich viel verlangt ist. Hier eine Auflistung der mir bekannten Websites & YouTube Channels.

Name URL Beschreibung
YouTube Audio Bibliothek https://www.youtube.com/audiolibrary Die eigene Bibliothek von YouTube.
KsTBeats https://soundcloud.com/kstbeats Musik von einem Künstler, der seine Musik kostenlos zu Verfügung stellt.
Circle of Alchemists https://www.youtube.com/watch?v=5C_-3of1Lv8&list=PL9tvaqCAgwmYNJzlnepJ81P4iqvypi4W8 Musik von vier Künstlern, die ihre Musik kostenlos zu Verfügung stellen.
PapafiotMusic http://papafiotmusic.com Musik im klassischen Bereich. Kostenlos benutzbar.
Beaterie Soundcloud https://soundcloud.com/beaterie 18 jähriger Musikproduzent.
Incompetech http://incompetech.com/music/ Musikdatenbank von Kevin MacLeod.
LinoRise http://www.linorise.com Musikdatenbank von Thilo Konstanzer.

Dabei muss man immer bedenken: alles was man hier benutzt, wurde kostenlos zu Verfügung gestellt. Ist man geduldig und einigermaßen geschickt, so lassen sich einige Schätze finden. Beispielsweise von unentdeckten Talenten, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Gerade viele junge selbsternannte Musikproduzenten versuchen, über kostenlose Tracks Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Was aber, wenn man kostenlos wirklich nicht das findet, was man sich vorstellt? Dann also tatsächlich zahlen?

Wenn ich schon zahle, dann will ich auch etwas Gutes!

Viele der genannten kostenlosen Dienste werden schon allein deshalb nicht verwendet, weil sie um Längen nicht mit der Musik mithalten können, die man im Consumerbereich gewohnt ist. Wenn man sich dazu entschieden hat, Geld für die Musik auszugeben, so gibt es da immer noch bestimmte Kategorien.

Im 20€ Bereich! Meiner Meinung nach ist envato ein genialer Vorreiter, der zeigt, was in Zukunft in der Kreativbranche möglich ist. Envato bietet online alles an, was man sich für die Produktion digitaler Medien wünschen kann. Websitedesigns, Videovorlagen, Stockfootage, 3D-Objekte & Grafiken und eben auch Musik und Soundeffekte. Es basiert auf dem Prinzip, dass es wirklich jedem möglich ist, seine “Produkte” zu verkaufen & andere “Produkte” zu kaufen. Envato selbst kontrolliert die Inhalte und legt die Preise fest. Und diese sind im Vergleich wirklich unschlagbar. Fantastische Musik ab $12. Wer also budgetmäßig niedrig gelegte Grenzen hat, sollte sich dort umschauen. Unter einer Vielzahl an billig klingenden Musikstücken findet man ab und zu wunderbare Musik. Auf www.audiojungle.net habe ich schon oft zurückgegriffen. Und ich habe auch vor, selbst Inhalte bei envato zu verkaufen. Wir werden sehen.

Tipps für die erfolgreiche Suche: Man darf sich nicht entmutigen lassen auf der Suche nach passender Musik. Es gibt die Möglichkeit – egal ob bei Suchbegriffen oder unter Genres – die Ergebnisse nach bestimmten Präferenzen zu sortieren. Hier stößt man auf schöne Musik, indem man entweder nach “Rating” oder nach “Sales” sortiert. Schließlich kann der meist verkaufte Track oder der am besten bewertete Track nicht so schlecht sein. Kein Geheimtipp, aber gut zu wissen, bevor man sich von dem Rest der Musik entmutigen lässt.

Darf es mehr sein?

Dann sind hier meine drei Favoriten an Musikdatenbanken, die Musiklizenzen verkaufen. TheMusicBed, MarmosetMusic & UnseenMusic. Alles wundervolle Bibliotheken, auf die ich auch manchmal in meiner Freizeit zurückgreife, um Musik zu hören!

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Diese drei Seiten sind – wenn Geld außen vor ist – meine Favoriten.

Keith Kennif, der Komponist von UnseenMusic wird euch vielleicht erstmal nichts sagen. Hört man sich aber einzelne Stücke an, so kommen diese einem relativ schnell bekannt vor. Das liegt daran, dass er eine riesige Bibliothek mit fantastischer, stimmungsvoller, emotionaler Musik auf die Beine gestellt hat. Diese ist zu hören in diversen Apple-, Instagram- und Facebookwerbungen. Preise werden per eMail ausgehandelt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass er bei begrenztem Budget entgegenkommend ist. Falls Ihr dazu Fragen habt, bitte per Privatnachricht melden. Wichtig ist jedoch, das eigene Projekt ausführlich genug zu beschreiben.

TheMusicBed und MarmosetMusic ähneln sich meiner Meinung nach sehr. Jeweils ein junges, dynamisches Team, das versucht, beide Parteien – Musiker und Videoproduzenten –  voran zu bringen. Immer darauf aus, schöne Musik mit schönen Bildern zu vereinen.

Das Ganze braucht man auch nicht weiter zu beschreiben. Schaut Euch die Seiten selbst an. Es geht darum, die Musik an zu machen und die Bilder im Kopf entstehen zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen etwas auf seinem Weg helfen. Ich freue mich auf Kommentare. Viel Spaß beim Musikhören!

Gruß,

Felix

Momente 2013 – Hintergrund und Tracklist

Ich begann erst im Januar mein Jahr Revue passieren zu lassen. Erstmal Nachdenken über die Ereignisse die sich 2013 ergeben haben. Nachdem ich begann mir die komplette raw-footage anzusehen merkte ich, wie viel mir direkt nicht eingefallen ist. Wie viel man in einem Jahr erlebt hat. Ich begann einen Ordner anzulegen in dem ich meine Lieblingsmomente aus 2013 sammelte. Der Plan war ein harmonierendes kleines Video zu schneiden. Aber genau daraus wurde nichts. Mein Jahr war Abwechslungsreich, Spannend, Emotional, mal positiv mal negativ. Daher entschloss ich mich genau das mithilfe eines eher abwegigen Stils auszudrücken. Zu jedem Ausschnitt eine andere Musik!

Das macht man doch nicht! Das ist schlichtweg dumm, weil man sobald man die Stimmung aufnimmt sofort gebremst wird und andere Eindrücke die vorigen verdrängen. Aber: Genau so war 2013. Und das was dem ein oder anderen evtl. negativ aufgefallen ist war wirklich der Versuch, es darzustellen. Ob es geglückt ist überlasse ich dem Betrachter!

Da einige gefragt haben hier nun die Tracklist. Ich hoffe ihr habt viel Spaß damit:

European Juggling Convention – Toulouse

 

Die Reise begann um 2 Uhr morgens am Stuttgarter Flughafen. Den Tag zuvor gearbeitet, Urlaubsübergabe gemacht und mir selbst versprochen genug zu schlafen um fit für die Reise zu sein. – Nichts da! Halb am schlafen, eben noch schnell einen Film angesehen schon mussten wir auf die S-Bahn zum Flughafen. Darauf folgten die üblichen Konsequenzen wenn man mal wieder gedacht hat: “Schlaf, wer braucht das schon? Wir feiern in die Ferien!” Auf die erste Phase in welcher man noch Fit ist folgt die hibbelige in der man nicht mehr ruhig sitzen kann. Schnell darauf geht man sich nur noch auf die Nerven. Natürlich weiß man selbst am besten welcher Check-In wo ist ist genervt von der fehlenden Orientierung der Mitreisenden. Schnell realisierte ich dass mein vor ca. 2 Jahren erlerntes Schulfranzösisch sehr Fehlerhaft war, dennoch schien aber niemand besser englisch zu sprechen als dass wir so hätten besser kommunizieren können.

Lange Rede kurzer Sinn, in Toulouse angekommen war all das egal. Schließlich waren wir jetzt auf der EJC. Dem Jonglagefestival schlechthin. Auf uns wartete eine Woche voller spektakulärer Eindrücke, Menschen aus allen Ländern der Welt. Die besten Jongleure, Verrückte, Auffallende und anders gesinnte Menschen! Auf dem Europäischen Jonglierfestival wird die nie langweilig, du siehst so gut wie immer etwas Neues. Die Stimmung lässt sich schwer beschreiben, aber ich fühle mich sobald ich unter Jongleuren bin direkt wie in einer anderen Welt. So gut wie alles wird toleriert. Willst du laut schreien? Willst du Tiergeräusche von dir geben? Klingt komisch, aber niemanden würde es stören. Das ganze kann man natürlich auch auf einer Einkaufsstraße in Stuttgart machen, aber schnell würdest du damit verurteilende Blicke auf dich ziehen. Ich saß mit meiner Kamera gerade an einer Fassade und beobachtete das geschehen. Ein Mann fing an im “We will rock you” Stil zu klatschen. Kurz darauf hatte sich ein riesen Kreis gebildet und alle fingen an zum Grundbeat mit Händen, Füßen und Mund zu improvisieren. Wenn du dann die einzelnen Personen beobachtest, wie die einzelnen Blicke sich treffen, scheint Sympathie gegenüber jedem da zu sein.
Das ganze ist nicht zu verallgemeinern, aber so nehme ich es wahr. Deswegen fühlt es sich so gut an und das macht für mich das Schöne der EJC aus.

24 Stunden zuvor noch in der S-Bahn gesessen, ein Ort an dem man ins Handy, bestenfalls ins Buch starrt, sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Das nenne ich einen Kontrast.

Das Zelt im Regen bei Sonne aufgebaut, der mehr eine angenehme lauwarme Dusche als ein Hinderniss war. Das Gelände, rießig. Viel zu entdecken. So dass man sich über das komplette Festival manchmal nur jeden zweiten Tag über den Weg lief insofern man nicht am selben Spot war. Die EJC lässt sich für mich am besten mit Stichworten zusammenfassen. Da ich kein Fan von rießen Texten bin hier meine Zusammenfassung, das Ein oder Andere lässt sich im Video finden:

Jonglieren am Flughafen, Französische Metro, Endstation Centre Ville, vom McDonalds aufs Festivalgelände, Family Camping, 35° im Schatten, Privat-Kinderpool vor dem Zelt, Lebensmenschen, Zeltnachbarn aus anderen Ländern, 4 Diabolo Jonglage, Bolognese vom Campingkocher, Bartent, 1€ Pfand EJC Becher, Wasserpfeife, Einkaufswagen voll Pfandgut, ups kein Pfand in Frankreich, KFC, die Schönheit Toulouse und die Schönheiten aus Toulouse, motorisierte Zweiräder wo man hinsieht, Party Mobil, Grinden auf dem Einrad, Fallen, wieder aufstehen, sich vergleichen, realisieren was es alles gibt, jeden Tag erneut, Vollendung des Festivals in der Innenstadt, Toulouse gestürmt, die Brunnen bestiegen, Jonglierwettbewerbe vor wunderschöner Kulisse, mit dem letzten Jongleur vor dem Heimflug am Flughafen das letzte mal gemeinsam in Toulouse jongliert.

Am letzten Tag, kurz vor der Abreise bleibt nicht viel mehr als die Frage wo die ganze Woche hin ist. Vorbeigerauscht, zurück zum Flughafen, durch die wunderschöne Stadt Toulouse. Erst nach und nach, langsam realisiert man die schöne Zeit. Erinnert sich. Vor allem beim Schneiden des Videos habe ich meine Lieblingsmomente wieder erlebt.

Es ist immer schwer einen Mix daraus zu finden das Geschehen an sich zu genießen und dennoch schöne Bilder für den Film zu finden. Beim Schneiden denke ich mir immer: “Mensch, von dieser Aufnahme hättest du locker nen zweiten Take machen sollen.” Jedoch will ich ja nicht nur Filmen sondern auch selbst teilhaben. Ich bin gespannt auf Eure Rückmeldungen. Dankbar für jeden Kommentar und wenn euch all das hier gefällt freue ich mich über Eure Unterstützung. Verbreitet das Video!

Enjoy, Felix!

Filme, noch in meinem Kopf: “Ich, nur ich!”

In meinem Kopf bzw. in meinem Buch in dem ich alles notiere was so kommt schreibe ich immer wieder neue “Filmideen” auf. Dies ist das erste Mal, dass ich eine der Ideen teile bevor ich ein Video dazu mache. Das soll der Sache dienen, dass ich eventuell wenn einmal mein Publikum wächst, Rückmeldungen und Hinweise bekomme, bevor das Video fertig ist!

 

#1 Ich, nur ich!

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In der heutigen zeit der sozialen Netzwerke geht es immer mehr um Anerkennung. Jeder hat inzwischen die Möglichkeit sich selbst darzustellen. Ein FaceBook Profil, einen Instagramm Account, flickr, twitter & co. All diese Möglichkeitet treiben die Menschen dazu Bilder von sich selbst, Lebenseinstellungen und Mottos zu posten. Die eigene Person darzustellen, meist so wie man sich am liebsten sieht! Verständlich! Jeder kennt jeden, aber wer kennt wen richtig? Wann zieht man sich einmal selbst zurück? Selbst wenn man alleine ist und einen Moment der Ruhe hat, ist meist das Smartphone der Begleiter und Zugang zur sozialen Welt. Das was die Menschen früher Persönlich gemacht haben gibt es nun über das Netz. Aber der Unterschied ist die andauernde Erreichbarkeit. Man muss nicht mehr Persönlich treffen und sozial miteinander zu interagieren. Aber genau das verändert den Umgang den wir damit haben.

Ich denke dass diese Entwickung viel verändert. Sie suggeriert eine Verbesserung der sozialen Kontakte. Ich behaupte aber, eine tiefergehende Freundschaft nur über soziale Netzwerke gibt es selten. WhatsApp, Messenger, Instagramm und alle anderen Netzwerke haben eine wichtige Rolle in dem Leben vieler Jugendlichen eingenommen. Was dabei meiner Meinung nach entstehen kann ist eine Unzufriedenheit, die Sich darüber entwickelt, dass einem zwar alle Möglichkeiten offen sind, man aber gerade dadurch schwerer seinen Platz in der Gesellschaft findet.

Ich selbst habe ab und zu das Gefühl alleine zu sein, wer nicht? Nicht weil es mir an sozialen Kontakten fehlt, sondern weil ich zwar mit vielen Menschen gleichzeitig schreibe aber es nur selten dazu kommt, dass das ganze tiefer geht.

Über die sozialen Medien lässt sich unglaublich viel nachdenken, es gibt zig Theorieren wie sich unsere Leben dadurch verändern. Ich möchte jedoch mit dem Kurzfilm auf das Gefühl eingehen, seinen Platz nicht zu finden, sich alleine zu fühlen und meinen persönlichen Lösungsansatz teilen:

Off-Text:

“Du glaubst du bist alleine? Parties hier, Parties dort alle scheinen überall zu sein. Wo bist du, und was verpasst du? Mit wem sollst du deine Zeit verbringen um das zu haben was dich zufrieden macht? Und du versuchst ja jemanden zu finden? Dann vergisst du das ausschlaggebende. Jeder hat jederzeit jemanden, mit dem er Zeit verbringen kann. Nein sogar Zeit verbringen muss. Du hast dich selbst. Immer.

Wenn sich eine Unzufriedenheit zeigt hat das nichts mit anderen Menschen zu tun. Denn wenn du sagst, dass du alleine & unzufrieden bist, dann verbringst du nicht einmal Zeit mit dir selbst. Alleine hinter den eigenen Entscheidungen zu stehen, und die eigene Handlungsweise reichlich zu überdenken kann richtig zufriedenstellend sein.

Also pack dich, nimm dich selbst mit an die schönsten Orte und unterhalte dich mit dir selbst. Komplett abgeschottet von allem anderen. Nur ich! Nur Du! Schau was du kannst, was für dich wichtig ist wass dir an dir selbst gefällt. Du bist der einzige Mensch vor dem du dich immer Rechtfertigen müssen wirst. Deine Entscheidungen, dein Zukunftsweg hängt allein von dir ab. Denn wenn du unzufrieden bist, kann dir niemand so gut helfen wie du selbst. Mag sein dass du das Gefühl hast, dass es an anderen hängt.”

Lasst mir eure Meinung da und weist mich bitte auf alle Fehler hin, die Ihr findet.

Grüße Felix!